Der Verein Schule im Stadtteil wurde für sein Engagement, die Gesamtschule Ückendorf in den Stadtteil einzubinden ausgezeichnet. Bei dem bundesweiten
Wettbewerb Soziale Stadt, für welchen sich 178 Projekte beworben hatten, gehört das Stadtteil-Projekt zu den zehn Gewinnern.
Erfolgreich aus Berlin zurückgekehrt: die Mitglieder des Vereins Schule im Stadtteil und der Schulleitung der GSÜ
In der vergangenen Woche reiste eine Delegation des Fördervereins und der Gesamtschule Ückendorf nach Berlin, um die
Auszeichnung Soziale Stadt 2010 entgegenzunehmen. „Für uns war es mehr als bloß eine Preisabholung. Es ist die Anerkennung für die langjähre, ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder“, sagt Manfred Peters, Vorsitzender des Vereins Schule im Stadtteil.
Preisverleihung in Berlin
Die Arbeit an der Gesamtschule Ückendorf gehörte als einziges Projekt an einer Schule zu den Preisträgern. Auch wenn die
Auszeichnung nicht mit weiteren Fördermitteln verbunden ist, bleibt die Anerkennung für den bisherigen Erfolg des Vorhabens, die Gesamtschule Ückendorf noch stärker in den Stadtteil Ückendorf zu
integrieren. „Für uns ist das ein wichtiger Meilenstein, an dem wir erkennen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Schulleiterin Felizitas Reinert auf einer Pressekonferenz am letzten Mittwoch.
„Es ist aufgrund der Unterfinanzierung ein mühseliger Prozess, diese Schule zu einem wertvollen Teil von Ückendorf zu machen. Umso glücklicher sind wir, dass unsere Arbeit anerkannt wird.
Beispielsweise an der Mensa, der Aula und dem kommunalen Kino auf dem Schulgelände“.
Der Verein „Schule im Stadtteil“ engagiert sich seit 2005 für die Öffnung der Gesamtschule Ückendorf in den Stadtteil. Seither
steht die Schule für das Miteinander zwischen Stadtteil und Schule. So beherbergt die GSÜ ein kommunales Kino und ein Veranstaltungszentrum. Zudem arbeiten Schülerinnen und Schüler als Redakteure für
Stadtteilmagazin Ückendorf erleben. Des Weiteren steht die Schulmensa allen Bewohnern offen. „Für 2.60 € haben die Bürger täglich die Möglichkeit frisch zubereitetes Essen von der Mensa zu
genießen“, erzählt Ingrid Stange, 2. Vorsitzende von Schule im Stadtteil. Ferner können die Schülerinnen und Schüler auch Berufsvorbereitungen und – Qualifizierungen absolvieren, was ihnen den
Einstieg ins Berufsleben erleichtert.
Auf dem Weg zur Stadtteilschule
Die finanziellen Mittel für das Projekt wurden einerseits von der öffentlichen Hand, andererseits von privaten Unternehmen zur Verfügung
gestellt. „Wir hoffen, dass durch die Auszeichnung weitere potentielle Geldgeber auf uns aufmerksam werden und dass auch andere Stadtteile dazu ermuntert werden, Projekte anzureissen“, sagt Manfred Peters.
Schule im Stadtteil ist eines von zehn Gewinnerprojekten des Wettbewerbs Soziale Stadt 2010. Insgesamt hatten sich 178 Projekte beworben. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.